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Dänemark hat uns auf eine ganz besondere Weise empfangen. Fast vier Wochen waren wir mit unserem Bus unterwegs – mitten im Winter, wenn das Licht weich wird, der Wind schärfer ist und das Leben sich ein kleines Stück mehr zurückzieht. Genau in dieser Stille lag etwas Magisches. Wir sind entlang weiter Küsten gefahren, vorbei an Dünen, die der Wind wie lebendige Skulpturen formt. Die Nordsee hat uns mit ihrer kraftvollen Ruhe begleitet – mal sanft, mal wild, aber immer echt. Kleine Fischerorte mit bunten Häusern, einsame Strandspaziergänge, warme Cafés, in denen man die Hände an einer Tasse auftaut: Dänemark erzählt im Winter Geschichten, die nur jene hören, die sich auf die Langsamkeit einlassen. Unser Bus wurde zum gemütlichsten Ort der Reise – unser kleines Zuhause auf Rädern, in dem man nach kalten Tagen mit roten Wangen ankommt, sich einrollt, lacht, redet, plant, innehält. Und auch hier gab es Momente, die man fotografisch einfach nicht vorbeiziehen lassen kann: das gedämpfte Winterlicht über dem Meer, die Spuren im Sand, Wolken, die wie gemalt wirken. Dänemark im Winter ist kein klassisches Postkartenmotiv. Es ist ein Gefühl. Ein leiser Rückzugsort. Ein Land, das dich einlädt, wieder mehr zu spüren und weniger zu leisten.

 

- Monika Schwarz

"Ideen sind nur Ausgangspunkte. Um zu wissen, was man zeichnen will, muss man zu zeichnen beginnen."
- Pablo Picasso

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